#DIY · 2018 · Allgemein · Geschenkideen · Literatur · Nähen · Stricken · Upcycling

Liebe ist…

… ein Geschenk. Ja. In vielerlei Hinsicht…
Ein Geschenk, weil man Liebe nicht erzwingen kann.
Ein Geschenk, denn ich kann keine Forderungen danach stellen und ich habe keine Besitzansprüche darauf. Ich kann die Liebe nur pflegen und hoffen, dass sie lange hält. Manchmal glaube ich, so ganz falsch habe ich es bisher nicht gemacht, denn mein Mann und ich sind schon mehr als mein halbes Leben zusammen, und das wären wir sicherlich nicht, wenn irgendwas schief laufen würde.

Und trotzdem habe ich mich wie Bolle gefreut, als mein Mann dieser Tage ohne besonderen Anlass mit einem tollen Strauß Blumen vor mir stand: „Den habe ich gesehen und gedacht, das sind genau Deine Farben, den musste ich einfach mitnehmen!“ und dann auch noch diese niedliche Dose mit leckeren Pralinchen drin aus der Tasche zog:

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Liebe ist… kalorienfreie Maschenmarkierer statt Hüftgold-Futter

Die Blumen sind leider schon verblüht, haben mich aber tagelang erfreut und die Pralinchen sind auch schon aufgegessen (und ich habe sie wirklich und ehrlich brav mit Mann und Sohn geteilt) – aber die Dose bleibt mir ja und wurde sogleich neu gefüllt, enthält ein Sammelsurium mit meinen Lieblings-Maschenmarkierern und alle Nähnadeln passen auch noch rein! Danke, liebster Ehemann! Ach ja: Ich liebe Dich übrigens auch!

Genähtes und Gekochtes…

… gab es dieses Jahr zu Weihnachten. Große Schenkereien haben wir abgeschafft, in der Familie gibt es nur noch was für die Kinder, aber ganz mit leeren Händen mag ich auch nicht zum Besuch kommen. Daher gibt es bei uns jedes Jahr ein paar Leckereien aus der heimischen Küche. Nach Macarons, Pralinen und Gewürzölen der vergangenen Jahre gab es dieses Jahr Marmelade und Chutneys.

Ich mag ja eher ausgefallenere Kreationen aus der eigenen Küche, wer schlichte Erdbeerkonfitüre mag, kann die ja problemlos überall kaufen. Und so haben wir im ersten Schuss eine Erdbeer-Sherry-Marmelade mit Splittern von weißer Schokolade gekocht. Superlecker, aber Erdbeervorräte sind bei mir leider nicht unbegrenzt vorhanden. Also haben wir für die zweite Portion Waldbeeren (Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren und Brombeeren) mit Sherry und Splittern von weißer Schokolade zuerst in den Topf und danach ins Glas gepackt. *mjamm*

Die Chutneys waren dagegen eher traditionell. Es gab ein Pfirsich-Honig-Chutney (Pfirsische, Zwiebeln, Rotwein) sowie ein Mango-Paprika-Chutney (Mango, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch). Chutneys sind Würzsaucen, die in der indischen Küche gerne verwendet werden. Über England sind die Chutneys zur Kolonialzeit auch nach Europa gekommen. Während die Inder ihre Chutneys gerne frisch zubereiten, gingen die Engländer dazu über, sie einzukochen und in Gläsern aufzubewahren. Ich schätze, so ziemlich jeder, der mal in England war, hat früher oder später Bekanntschaft mit Pickle geschlossen. Gemüsestückchen in süß-saurer Sauce, ja, ich gestehe, erst mal sieht es aus wie schon mal gegessen, aber es schmeckt trotzdem. Pickle genießen die Engländer gerne auf Brot mit Cheddarkäse – ich bin zwar kein Engänder, aber ich mag diese Kombination auch supergerne. Da ich aber nicht ständig in England bin und der nächste English Shop nicht mehr wie früher direkt neben der Uni, sondern mittlerweile ziemlich weit entfernt ist, blieb mir nur die Möglichkeit, mein Chutney selbst zu kochen. 🙂 Die beiden Weihnachts-Chutneys schmecken superlecker zu Fisch, zu Fleisch oder zu Käse – im Notfall auch pur auf Brot oder im Pfannkuchen.

Da mir die liebe Astrid eine wunderbare Weihnachtsüberraschung beschert hat, die mich zudem völlig unvorbereitet getroffen hat, wollte ich mich dafür bei ihr gerne revanchieren. Zusätzlich zu den Chutneys und der Marmelade passten noch ein paar  genähte Kleinigkeiten ins Paket. Ich hatte ja schon geschrieben, Fotos zu machen, habe ich leider vor dem Versand vergessen, aber da Astrid hier von meinem Dilemma gelesen hat, hat sie mich mit Fotos versorgt, die ich jetzt natürlich gerne zeigen möchte:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Noch mal ganz herzlichen Dank an dieser Stelle, Astrid! Nicht nur für die Fotos, sondern auch für die Weihnachtsüberraschung!

 

Cardigan „Selsey“

Ja, Liebe ist… so schließt sich der Kreis… Spontan verliebt… Hach… Kribbeln im Bauch… Wolle bestellt… losgestrickt… 5 Knäuel verarbeitet… Rückenteil fertig…

So könnte ich den Fortschritt bei der Strickjacke in wenigen Worten zusammenfassen.  Aber das ist nicht mein Stil, das wisst Ihr ja. Ich sabbel lieber ein bisschen mehr rum…

Nach wie vor bin ich von der Wolle (Drops Lima) mehr als begeistert. Die strickt sich superschön, anders als andere dickere Garne dröselt sie beim Stricken auch nicht auf, sondern bleibt schön verzwirnt. Das spornt natürlich an…

Nach der Blende, die sich deutlich einfacher strickte als zuerst gedacht, zieht sich die Jacke allerdings wie Kaugummi. Denken gehört nicht zu meinen herausragenden Eigenschaften, fürchte ich. Ich lamentiere seit Jahren herum, dass ich keine Stinos stricken mag – also stinknormale Socken ohne jegliches Muster. Was mich bei Socken an den Rand der Verzweiflung treibt, soll hier gelingen? Gut, im Gegensatz zu Stinos, die nur glatt rechts hoch gestrickt werden, kommt hier ab und an eine kraus rechts gestrickte Rippe daher. Aber… im Großen und Ganzen hätte selbst mit klar sein dürfen, dass Socken im Gegensatz zu Zelten Strickjacken deutlich schneller gestrickt sind. Aber nein, in meinem Gehirn wurde ja das „haben-will“- Zentrum aktiviert, das hat alles andere vermutlich ausgeschaltet und eigentlich will möchte ich die Jacke ja auch haben. Ich habe meiner liebsten Freundin Dagmar schließlich auch schon vorgeschwärmt, zu welchen meiner Shirts und Blusen ich die wunderbar tragen kann. Aber… wie bei Stinos… Alles oberhalb der Bordüre zieht sich wie Kaugummi… So ein kleines Muster lässt einen doch schnell vergessen, wie lange man an Zelten Kleidungsstücken eigentlich stricken muss…

Darum habe ich dieser Tage dann einfach ein bisschen schneller gestrickt und kann ein kleines Fortschrittsfoto zeigen: Das Rückenteil von Selsey, nach einem Entspannungsbad lecker nach Grapefruit duftend, trocknet auf der Spannmatte vor sich hin. Ich muss nur immer den Hund daran hindern, es sich auf dem Rückenteil gemütlich zu machen. Emma glaubt nämlich, alle auf dem Boden liegenden Teile, egal, ob Kleidungsstück oder Tuch, seien neue Kuschelplätze für sie! Ganz blöde ist das, wenn ich teststricke und hinterher die ganzen Hundehaare einzeln aus dem Teil pflücken muss, um vernünftige (Detail-)Fotos zu machen…

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Rückenteil des Cardigan „Selsey“ auf der Spannmatte

Wenn ich das Rückenteil so vor mir sehe, bin ich doch ganz zufrieden damit. Glatt rechts mit Krausrippen zu stricken, hat natürlich den eindeutigen Vorteil, dass es zwar kreuz-langweilig ist, aber dennoch schnell geht. Mein Junior hat mir als nächstes Hörbuch eindringlich die Buchreihe um den Drachenreiter Eragon empfohlen und mir gleich seine CDs geliehen. Wenn ich kein Muster stricken muss, kann ich mich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren.

Auch wenn die Buchreihe eigentlich für Jugendliche geschrieben wurde: Wer Fantasy-Literatur mag, wird auch Eragon mögen, da bin ich mir sicher. Auch wenn der Autor noch recht jung war, ist die Geschichte extrem fesselnd und spannend. Ich als Herr-der-Ringe- und Harry-Potter-Fan mag Elfen, Zwerge, Zauberer, Feen und Drachen sowieso gerne. Und wie ich in den letzten Jahren festgestellt habe, sind Bücher für Jugendliche oft auch für Erwachsene interessant, ich habe neben Harry Potter zum Beispiel auch die Zeitenzauber-Reihe von Eva Völler und andere Bücher für jugendliche Leser verschlungen.

Damit ich baldmöglichst neue Fotos zeigen kann, muss ich den Strick-Turbo einschalten. Und nebenbei dringend Eragon dabei zuhören, wie er Alagaësia vom Tyrannen Galbatorix (hoffentlich) befreit.

Euch allen wünsche ich einen schönen Tag mit hoffentlich viel Strickzeit!

Bis bald,

Claudia

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